Käsepanzer für ein JA zum Kriegsmaterialexportverbot
Nicht immer muss ein Plakat provokativ sein, um gut rüber zu kommen und anzusprechen. Ein etwas älteres Beispiel ist Willhelm Tell auf dem Fünfliber, der sich angesichts des Avanti-Bschiss’ an den Kopf fasst.
Doch was macht eine (subjektiv, nach meiner Meinung) gute Kampagne aus? Diese zehn Gebote sollen etwas verdeutlichen, was ich meine. Diese zehn Gebote erfüllt aktuell die Kampagne für ein Kriegsmaterialexportverbot der GSoA. Trotz des kleine Budgets und der Spitzelaffäre der Rüstungslobby sagen laut letzter Umfrage 41 % JA zur Initiative.
Du sollst originell sein.
Du sollst nicht beleidigen, Provokationen sind aber OK.
Du sollst ein unterhaltsames Motiv wählen.
Du sollst die Plakate frei zur Verfügung stellen.
Du sollst für und nicht gegen etwas sein.
Du sollst die Gegenkampagne lächerlich machen.
Du sollst graphisch hohe Qualität liefern.
Du sollst immer mit dem gleichen Sujet auftreten.
Du sollst nicht mit Zahlen operieren.
Du sollst trotzdem ein komplettes Argumentarium aufstellen.
Als Barack Obama Anfang dieses Jahres das Amt des US-Präsidenten antrat, war Steven Chu wohl eine der grösseren Überraschungen. Chu ist Energieminister und damit neben den nuklearen Einrichtungen und dem Kernwaffenprogramm vor allem für den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien zuständig.
Steven Chu (via Center for American Progress Action Fund @flickr)
Während das Geoengineering einen eher zweifelhaften Ruf hat, besonders weil Probleme nicht gelöst, sondern vertagt werden, gibt es doch auch einige wenige Massnahmen, die sinnvoll aussehen. So das von Chu (auch im The Daily Show-Clip) propagierte Streichen der Dächer. Chu, Nobelpreisträger im Jahre 1997, schlägt vor, in den hundert grössten Städten sämtliche Dächer weiss zu streichen. Dazu kommen nochmals die Flächen der Strassen und Trottoirs, die ebenfalls aufgehellt werden sollen.
Das Weiss-Streichen würde einen enormen Effekt haben: So sollen gemäss Berechnungen das Äquivalent von 44 Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden. Nebeneffekte sind nicht zu befürchten. Das Problem löst die Streichaktion aber nicht, denn die fossilen Brennstoffe gehen bald aus. Ausserdem hat das Verbrennen von Öl auch noch mehr schädliche Einflüsse, beispielsweise auf die Luft. Würden wir also schnell weniger verbrauchen und die Dächer weiss anmalen, so wäre es sicher ein viel grösserer Schritt.
Ab sofort steht der neue Style für das WordPress-Theme K2 bereit zum Download. Genau dieses setze ich auch hier auf meinem Blog ein. Es ergänzt einfach die CSS-Definitionen, die K2 mitliefert und gibt ihm seine charakteristische rote Farbe.
Die aktuelle Version ist 0.3-beta, wobei der Beta-Status zeigen soll, dass es zwar bestens funktioniert, aber noch einige Details nicht ganz sauber gelöst sind.
Da ich für diesen Blog hier das geniale Theme K2 verwende, habe ich die Übersetzung neu und speziell für das aktuelle Release K2 1.0-RC8 gemacht.
Zur Umstellung von K2 auf Deutsch, muss die im ZIP-Archiv erhaltene Datei de_DE.mo ins Themeverzeichnis von K2 hochgeladen werden. Die mitgelieferte de_DE.po ist dafür gedacht, individuelle Anpassungen an die Übersetzung zu machen. Die Originaldateien gibt es auf der Projektseite von K2. Im Download ist das Theme K2 selber aber nicht dabei.
Wie treffend, dass ich mit diesem Artikel meinen Blog neu starte.
Die SP Schweiz hat ein neues Video veröffentlicht, mit dem die neue SP mit dem neuen Logo und dem “ja!” richtig präsentiert wird.
ja! SP Schweiz
Vergleicht deshalb dieses beiden Videos. Auf den ersten Blick unterscheiden sie sich recht stark, aber wenn man die hintergründige Botschaft anschaut, sind sie sich sehr ähnlich. Beide blenden die Probleme, welche die jeweilige Partei lösen will, zunächst komplett aus. Sie verbreiten ein gutes Gefühl und eine Stimmung von “Wir können das!” (Yes, we can!)
Das Ziel ist einfach. Statt die schlechten Nachrichten zu wiederholen, wird versucht, Begeisterung zu wecken. Damit wird betont, was die Sozialdemokratie eigentlich ist und wieder werden muss: eine Bewegung!
Persönlich gefällt mir dieser Stil, auch wenn er natürlich stark auf Gefühle und Gänsehaut-Taktiken setzt. Die Wirkung hat das Video natürlich und ist sicher sehr gut gemacht.
Update: Offenbar will die Kitag mit 85 Kinos in der Schweiz die Werbung nicht zeigen. Hmmm… Offenbar wegen dem “politischen Inhalt”. Dabei ist der Spot ja nur positiv und schiesst ja gegen niemanden oder beleidigt gar. Quelle: sp-ps.ch
Neuste Kommentare