Monatsarchiv für November 2009

Waffen und Türme

Nur ein kleiner Kommentar über die gestrigen Abstimmungen. Es ist dringend einmal wieder Zeit für einen Cacerolazo!

Danke, dass wir bigotte Schweizer zwar weiterhin Waffen in alle Kriege liefern, dafür aber gewisse Türme nicht mehr bauen wollen.

Los Angeles ganz leer

Los Angeles view (via Lucas Janin @flickr)

Los Angeles view (via Lucas Janin @flickr)

Der us-amerikanische Fotograf Matt Logue hat ein Fotobuch über Los Angeles veröffentlicht mit lauter leeren Bildern. Statt dem üblichen Verkehrschaos sieht man plötzlich schon fast apokalyptisch anmutende leere Strassen.

Fotobildband Fotogalerie von Matt Logue empty L.A. von Matt Logue

Der Trick dahinter ist digitaler Art: So wurden aus vielen einzelnen Bildern jeweils die menschenleeren Teile ausgewählt und dann zusammengesetzt.

Bild von Lucas Janin auf flickr

Obama will Afghanistan reparieren

Lange warteten die USA auf die Entscheidung ihres obersten Befehlshabers: Barack Obama hat heute angekündigt, seine Entscheidung zu Afghanistan nächste Woche bekannt zu geben. Klar ist aber schon heute: Der Krieg, zumindest einigermassen berechtigt gestartet vom damaligen Präsidenten Bush, hat sich vor allem dem total unnötigen Krieg im Irak zu einem Alptraum entwickelt.

Road in Afghanistan Mountains (via The U.S. Army @flickr)

Road in Afghanistan Mountains (via The U.S. Army @flickr)

Das hat unter anderem damit zu tun, dass das Engagement in Afghanistan die US-Truppen stark durch den Irak-Krieg geschwächt hat. Hilfswerke kritisieren aber auch, dass die Lage der Zivilbevölkerung immer schlimmer wird. Das dürfte sicher die einen oder anderen neuen Anhänger für die Taliban bringen.

Wenn Barack Obama nun also den Auftrag komplett erfüllen will, hoffe ich doch, es gelingt ihm. Denn wir können es auf keinen Fall erlauben, die Region derart instabil zu lassen.Die Lage der Zivilbevölkerung muss dringend verbessert werden, denn was zur Zeit dort abgeht, ist auf keinen Fall menschenwürdig. Der dumme Krieg, den George Bush gegen Hussein vom Zaun riss, verschlimmerte die Situation dramatisch.

Es kann ja nicht sein, dass wir eine solche Situation noch länger zulassen. Deshalb ist die rasche und nachhaltige Lösung der Kriegs in Afghanistan dringend nötig. Dass Obama diese sucht, bezweifle ich nicht.

Obama schickt zehntausend zusätzliche Soldaten nach Afghanistan, weiss die NZZ

Bild von The U.S. Army auf flickr

Copenhagen arising

Nyhavn, Kopenhagen (via fmc.nikon.d40 @flickr)

Nyhavn, Kopenhagen (via fmc.nikon.d40 @flickr)

Am 7. Dezember geht ja die Klimakonferenz von Kopenhagen los. Es sieht zwar nicht danach aus, als ob es ein Erfolg werden sollte, wie in der Vergangenheit so oft. Zwar wollen die EU-Umweltminister unbedingt einen Erfolg, doch wenn die grossen, USA und China, nicht mitmachen, wird es wohl nichts.

Die Lösung ist es also vielmehr, selbst im Alltag aktiv zu werden und dann sicher auch Druck auf die Politik auszuüben. Vielleicht wird es dann noch etwas… Wir dürfen gespannt sein, denn auch das eidgenössische BAFU ist nicht allzu euphorisch, um es einmal positiv auszudrücken.

Wem auf Twitter folgen möchte, empfehle ich diese Channels: @WWF Climate, @incop15, @guardianeco, @greenpeace ch, @klimaforum09 und @AvaazCopenhagen

oder auf meiner COP15-Climatesummit-Liste

Bild von fmc.nikon.d40 auf flickr

Nicht nochmal den gleichen Fehler machen

Sunrise in Afghanistan (via The U.S. Army @flickr)

Sunrise in Afghanistan (via The U.S. Army @flickr)

Wie der Guardian berichtet, wollen die USA gewaltig Geld in Anti-Taliban-Milizen pumpen.

Die Geschichte kennen wir doch schon von irgendwo her: Osama bin Laden, lange von den USA unterstützt, gleich wie Saddam Hussein. Beide mussten dann wieder vom Sockel geholt, besser gebombt werden. Dass dabei mehrere zehntausend Zivilisten ums Leben kommen, ist wohl öfter eine Randnotiz.

Also: Bitte, President Obama, überdenke doch das nochmals. Vielleicht gibt es ja viel bessere Wege… Beispielsweise könnte man die Probleme nachhaltig durch den Aufbau eines nicht korrupten Staates fördern oder den Leuten ein besseres Auskommen als das Anbauen von Schlafmohn ermöglichen, damit sie von Warlords und Taliban loskommen.

Bild von The U.S. Army auf flickr