Der bekannte Webbrowser Firefox ist ein weltweiter Renner, vor allem wegen seiner Anpassparkeit, intuitiven Bedienung und der grossen neuen Schritte, die Firefox eingeführt hat. So ist das Tabbed Browsing aus dieser Entwicklung entstanden, gleich wie die Addons für Webbrowser.
Was die Zukunft des Web tatsächlich birgt, kann wohl niemand wissen. Doch es gibt Leute, die bereits daran arbeiten.
In den Mozilla Labs sind bereits zehn Projekte am laufen, die neue Möglichkeiten im Zusammenhang mit Web und Internet offerieren. Ich stelle hier einmal eines der wohl praktischsten Projekte vor. Natürlich wären auch Prism oder Snowl eine Erwähnung wert – vielleicht später einmal.

Ubiquity für Firefox 3.5
Auch wenn man mit Firefox doch so ziemlich einiges selbst einrichten kann, fehlt eine einfache Möglichkeit, um nur per Tastatur bequem zu surfen. Mit Ubiquity ist das zumindest teilweise gelöst.
Ubiquity lässt sich mit einem einfachen Tastaturbefehl aufrufen. Danach hat man ein offenes Fenster, wo man Befehle eingeben kann und manchmal auch gleich ein Feedback (z.B. beim SBB-Fahrplan, siehe unten) bekommt – und das ist auch das Neue an der ganzen Geschichte. Ubiquity ermöglichst es, schnell und ohne die Maus zu nützen rasch Dinge aufzurufen.
Ganz wichtig ist auch die Möglichkeit, mit den Befehlen auf markierten Text im Browserfenster zuzugreifen. So können Adressen markiert und dann mit dem map-Befehl auf Google Maps gefunden werden. Ähnliches funktioniert auch mit Suchmaschinen wie Google oder Bing und man sieht gleich ein paar Treffer mit den ausgewählten Suchbegiffen.
Wer mit Ubiquity, auch wenn es noch tief in der Entwicklung steckt, loslegen möchte, sollte zunächst die Einführung lesen, dann das Add-On installieren und nachher auf about:ubiquity klicken, um Einstellungen vorzunehmen. Diese Seite kann man nachher auch mit dem Befehl open aufrufen. Diese Seite ich ganz wichtig, denn dort kann man das Aussehen und die Befehle verwalten.
Leider bietet Ubiquity noch nicht ganz, was ich mir wünsche. Die einfache Websuche lässt sich bereits mit den Lesezeichen und der Awesome-Bar realisieren. Für Twitter gibt es nützlichere Alternativen und Mails schreibe ich bereits jetzt ganz gemütlich.
Die wirklichen praktischen neuen Möglichkeiten sind das Abrufen des Wetters, Kartensuche, diverse Tricks mit Tabs und Fenstern. Auch super sind die länderspezifischen zusätzlichen Befehle, so z.B. für die Schweiz, Deutschland und Österreich.
So kann man mit dem Schweizer Paket von Mauro Frigerio Schweizer Webcams anschauen, den Niederschlagsradar checken und den SBB-Fahrplan schnell und einfach abfragen.
Nun ja. Abschliessend kann ich sagen, dass Ubiquity sicher noch nicht das ultimative Tool für jedeN AnwenderIn ist, aber sicher nützlich sein kann. Wer also einige Tabfunktionen oder den SBB-Fahrplan einfach zur Hand haben will und sowieso immer auf der Tastatur herumtippt wie ein Wilder, dem wird Ubiquity sicher etwas bringen.