Während in Kopenhagen zur Zeit kräftig diskutiert wird, ob und wie die Industrieländer ihre Emissionen senken wollen, müssen wir uns auch Gedanken machen, was schon machbar ist. Klar braucht es an vielen Enden und Ecken die Massnahmen aus der Politik, doch gewisse Einsparungen sind schon jetzt möglich.
Deshalb schlage ich die drei (wohl offensichtlichen) Schritte zum Klimaziel fürs nächste Jahr: In Grossbritannien läuft die 10:10-Kampagne, bei der sich Leute, Organisationen und Unternehmen verpflichten, nächstes Jahr 10 % weniger Treibhausgase zu emittieren. So erreicht man doch knapp die Hälfte der Reduktion bis 2020 in nur einem Jahr. Machbar ist es sicher: Weniger Fleisch essen, weniger fliegen und wenn, dann CO2-kompensiert, grüne Energie fürs Heizen brauchen, etc. Die letztendlich aber entscheidende Hürde ist, ob man es wirklich auch umsetzt und da ist auch bei mir das grösste Problem. Beispielsweise lässt sich die Heizung nicht ändern, weil man in einer Mietwohnung lebt; die Essensgewohnheiten sind schwer zu ändern; Fliegen ist leider nötig, wenn auch nur einmal pro Jahr.
Erster Schritt: Verzichten & Verringern – Das tönt zwar auf den ersten Blick dramatisch, ist es aber in den meisten Fällen gar nicht. Wer von 23°C auf 22°C Raumtemperatur hinuntergeht, spührt das gar nicht, spart aber viel Geld und Öl. Es ist auch möglich, die Abfälle zu verringern, indem auf die Verpackung geachtet wird und die Haushaltsabfälle nicht mit dem Kehrricht entsorgt werden.
Zweiter Schritt Ersetzen & neu Erfinden – Dieser Teil dürfte der spannendste und technischste sein. Beispielsweise gibt es Elektroautos, die genau den gleichen Dienst erweisen. Natürlich gehören auch Leuchtstoffröhren, LED-Lampen, aber auch neue Technologien wie Solarthermie und Windstrom hinhin. Einfach gesagt, alle erneuerbaren Energiequellen, die fossile Energieträger ersetzen oder Technologien, welche die Verbrennung von Treibstoffen überflüssig machen.
Dritter Schritt Geoengineering & Schadensabwehr – Da es im Moment nicht allzu rosig für ein griffiges Abkommen aussieht, brauchen wir – aber erst nachdem die beiden vorigen Schritte gemacht wurden – Massnahmen und Lösungen, um die Folgen des Klimawandels abzuwenden. Dazu zählen verschiedenste Vorschläge, wie etwa die weiss gestrichenen Dächer, Spiegel in der Atmosphäre oder Binden von CO2 in Kalk und Terra Preta. Diese Lösungen haben allerdings ihre Schwächen brauchen noch Zeit bis zur Reife. Ausserdem lösen sie das Problem von Umweltverschmutzung, -zerstörung und den begrenzten Resourcen nicht.
Bild von Wigwam Jones auf flickr


How to Talk to a Climate Skeptic: Responses to the most common skeptical arguments on global warming
Echo der Zeit vom 14. Dezember 09

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