Archiv für das 'europa'-tag

MachMitMob 2010

Morgen findet der MachMitMob statt – eine Aktion auf Twitter. Den ganzen Tag wird zum Thema Nachhaltigkeit getwittert werden immer mit dem Hashtag #MachMit.

MachMitMob 2010

MachMitMob 2010

Damit soll das Thema #MachMit in die Trending Topic kommen und so mehr Aufmerksamkeit erlangen.

Die Unterstützung ist sehr breit und beispielsweise 1010 Deutschland ist dabei!

Also: Morgen den ganzen Tag fleissig tweeten zum Thema Nachhaltigkeit. Viel Spass!

Schweden: Soziales Vorbild oder glückliche Ausnahme?

Stockholm Metro Blue Line (von findfado)

Stockholm Metro Blue Line (von findfado)

Heute gibt es nur einen kleinen Linktipp: Vorletztes Wochenende kam auf DRS 2 die wöchentliche Sendung International, diesmal zum Thema Schweden – ein Modell wird erwachsen.

Es geht dabei darum, wie Schweden den traditionellen Wohlfahrts- und Sozialstaat erhalten konnte, hinter dem die ganze politische Landschaft steht. Damit wurde erstaunlich erfolgreich der soziale Frieden erhalten.

Radiosendung Schweden – ein Modell wird erwachsen, eine Sendung von DRS 2

Foto von findfado auf Flickr

Wallpaper aus Nîmes

Vor ein paar Tagen habe ich aus zwei Fotos, die ich letzten Sommer in Nîmes geschossen habe, ein paar Wallpaper (Hintergrundbilder) gemacht.

Die beiden Motive sind von den Arènes de Nîmes, dem grossen Amphitheater im Zentrum der südfranzösischen Stadt.

Jedes Bild gibt es in total sechs Formaten. Einerseits jeweils in einem Seitenverhältnis von 4:3 oder 16:10 und dann jeweils in drei Grössen, damit sie auf fast jeden Bildschirm ohne grosse Anpassungen passen.

Die Wallpaper sind frei verfügbar und frei zum Gebrauch. Sie unterstehen wie alles hier (ausser den Bildern von Flickr) der Attribution-Non-Commercial-Share Alike 2.5 Switzerland-Lizenz. Weiterverbreiten, Verändern und selber Nutzen sind also erlaubt. Weiter Infos auf der Lizenz-Seite.

Einfach darauf klicken und “Ziel speichern” auswählen. Oder das Bild in einem neuen Tab öffnen.

Endlich ein Schritt beim CO2-Sparen

Greenpeace-Schiff in Ost-Grönland

Greenpeace-Schiff in Ost-Grönland

Nachdem der Nationalrat noch gestern als “mutlos” bezeichnet wurde, hat sich das Resultat am späten Abend noch geändert.

Der Nationalrat will, gegen den Widerstand der Erdölwirtschaft (a.k.a. FDP) und Klimawandelleugner (a.k.a. SVP) doch zwanzig Prozent CO2 einsparen – bis 2020! Also nicht ein 10:10, sondern ein 20:20. Das scheint doch ein grosser Schritt in der zuletzt doch sehr verknorzten Schweizer Klimadebatte.

Artikel 20 Prozent weniger CO2-Ausstoss im Inland

Besonders freut es mich auch, dass man sämtliche Einsparungen im Inland machen will. Das macht wirtschaftlich und auch moralisch Sinn. Auch wenn das 20:20-Ziel gleich ist, wie dasjenige der EU, so ist es doch etwas schade, dass der Nationalrat beim Autoimport nachgegeben hat.

Wie auch immer: Ein (zumindest vorläufiger) Erfolg fürs Klima!

It’s the agriculture, stupid

Die Klimakrise ist real und wir Menschen stehen als Verursacher in der Verantwortung. Dabei stellt sich auch sicherlich die Frage nach der Hauptquelle der klimaschädlichen Emissionen. CO2 ist zwar das hauptverantwortliche Gas, doch woher es kommt, ist gerade ebenso wichtig.

Terassenfelder in China (via lacitadelle @flickr)

Terassenfelder in China (via lacitadelle @flickr)

Die Landwirtschaft rückt immer stärker in den Fokus und das nicht erst seit im Nationalrat die Fetzen flogen. Das Problem ist die stark industrialisierte Landwirtschaft, welche zwar scheinbar hohe Erträge garantiert, aber gleichzeitig nicht viel anderes macht, als Öl in Nahrungsmittel zu verwandeln. In der Schweiz ist das Verhältnis von Input (Dünger, Maschinen, Transport, etc.) zu Output (Nahrungsmittel) ziemlich schlecht: So setzen die Landwirte hier mehr Energie ein, als sie in Form von Nahrung zurückgewinnen.

Wohin müssen wir also gehen? Darauf erlaube ich mir, keine (präzise) Antwort zu geben, denn nicht zuletzt sind noch längst nicht alle Fragen auf diesem Gebiet angegangen und beantwortet sind.

Das Problem auf der einen Seite scheint mir zu sein, dass der momentane extreme Bevölkerungszuwachs vor allem auf der grossen Verfügbarkeit von Nahrung gründet. In Asien ist die grüne Revolution, die wir in den 60er-Jahren hatten, erst jetzt am Rollen.

Was meiner Meinung nach passieren muss, ist eine zweite grüne Revolution: Nicht die Gentechnologie, welche höhere Erträge verspricht. Was in meinen Augen viel sinnvoller wäre, ist eine nachhaltige Landwirtschaft ohne Monokulturen, dafür aber mit kleinräumigen Strukturen und kurzen Transportwegen.

Monokulturen sind nicht zuletzt für Bodendegradation und übermässigen Pestizideinsatz verantwortlich. Zwar mag die Bearbeitung mit grossen Maschinen günstig sein, doch Verhältnisse, wie wir sie fast überall in Europa und den USA antreffen (nicht aber in der Schweiz) sind langfristig katastrophal für die Böden.

Wie auch immer das weitergeht: Die Umstellung ist jetzt nötig. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich die Landwirtschaft weiterentwickelt.

Foto von lacitadelle auf flickr