Archiv für das 'film'-tag

The Yes Men Fix The World

The Yes Men Fix The World (Peer-to-Peer Edition)

The Yes Men Fix The World (Peer-to-Peer Edition)

Die Yes Men sind ein Aktivisten-Duo, besonders in den USA für einiges Aufsehen gesorgt hat. Sie lenken die Aufmerksamkeit der Medien mit spektakulären Aktionen auf die dreckigen Geschäfte von Grosskonzernen.

So kündigten sie am zwanzigsten Jahrestag der Chemiekatastrophe in Bophal (Indien) als Sprecher der verantwortlichen Firma Dow Chemicals an, Dow anerkenne die Verantwortung und werde mit 12 Milliarden Dollar die Betroffenen der grössten Chemiekatastrophe entschädigen sowie aufräumen. Dow musste wenige Stunden danach eine Mitteilung rauslassen, dass sie die Verantwortung nicht übernehmen.

Film per Torrent herunterladen The Yes Men Fix The World frei als Torrent herunterladen

Der Grund, wieso der Film frei im vertrieben wird, ist die Angst vor Zensur. So will die US Chamber of Commerce verhindern, dass ein kleines Segment am Anfang nicht weiter gezeigt werden kann – deshalb verbreite den Film weiter. (via netzpolitik.org)

Ähnliches haben die beiden, Andi und Mike, auch bei anderen Gelegenheiten getan. In New Orleans, an Konferenzen zum Wiederaufbau nach Katrina zum Beispiel.

Die Yes Men zeigen in diesem Film eines ganz eindrücklich: Zwar regiert Gier und der unerschütterliche Glaube an den freien Markt die Welt, doch es gibt einen Silberstreifen am Horizont. In der letzten Aktion im Film sieht man, wie sie eine eigene Ausgabe der New York Times herstellen, die sechs Monate vordatiert ist und die Nachrichten enthält, die alle gerne lesen würden.

Der Film The Yes Men Fix The World ist übrigens frei zu haben. Allerdings nicht frei wie Freibier, sondern frei wie MeinungsfreiheitSpenden ist erlaubt! Also herunterladen, per Torrent legal weiterverteilen!

Es ist zu spät, Pessimist zu sein!

“Es ist zu spät, Pessimist zu sein!” Mit diesem Satz endet der Film Home von Yann Arthus-Bertrand. Er ist zwar bereits ein gutes Jahr alt, aber erst jetzt hatte ich die Gelegenheit, ihn mir ganz anzuschauen.

Victoria Falls, Sambia (via Zest-pk @flickr)

Victoria Falls, Sambia (via Zest-pk @flickr)

Home ein sehr ruhiger und unaufgeregter, aber enorm spektakulärer Film. Während dem ganzen Film fliegt man über die Erde, sieht von oben wie der Mensch die Landschaften prägt und weit verbreitet noch archaisch das Land bebaut. Besonders eindrücklich sind auch die Bilder der zerstörten Gegenden, so bei Lagos (Nigeria) und Kanada. Hier der kurze Trailer. Den ganzen Film. gibt es auf YouTube.

Ähnlich eindrücklich ist der Hauptartikel aus dem GEO vom April 2010: In einem gut recherchierten Artikel zum Thema der illegalen Waldrodungen in den Tropen geht ein Mitarbeiter von EIA undercover in den madegassischen Djungel: Illegaler Holzhandel: Raubbau am Regenwald.

So eindrücklich die Zerstörungen und Katastrophen im Film Home gezeigt werden, so deprimierend könnten sie auch wirken. Es sei schon alles verloren, sämtliche Massnahmen und Verhaltensänderungen würden nichts mehr nützen und die Uhr stehe schon auf fünf nach zwölf, könnte man meinen.

Aber genau da setzt der Film seinen nochmals beeindruckenden Schlusspunkt: Bereits wird viel gemacht, was, wenn wir es endlich auf grosser Skala anwenden würden, die Probleme weitgehend löste. Doch es ist sehr wichtig, dass wir weiterhin handlungsfähig bleiben und nicht in Angst verfallen.

Doch was ist zu tun? Tatsächlich ist eine Vermeidung oder Verringerung der Treibhausgasemissionen sehr kompliziert und nicht allzu einfach durchzuziehen. Ein guter Ausgangspunkt ist es, sich zu überlegen, bei welchen Aktivitäten mehr oder weniger direkt fossile Brennstoffe verbraucht oder intensive Landwirtschaft (verantwortlich für ca. die Hälfte der Treibhausgase) fördert. Anhaltspunkte gibt es da schon aus dem täglichen Leben einige. Man kann sich ja überlegen, ob es tatsächlich Sinn macht, frühe Kartoffeln aus Ägypten zu kaufen, wo Wasser knapp und der Weg weit ist.

10:10

10:10

Ganz besonders möchte ich auch noch auf die grossartige 10:10-Kampagne aufmerksam machen. Die Idee hinter dieser ursprünglich aus Grossbritannien stammenden Kampagne, dass Unternehmen, Organisationen (auch Behörden), Schulen und Unis, aber auch jede Privatperson sich verpflichtet, dieses Jahr zehn Prozent Treibhausgase einzusparen. Damit ist man auf gutem Weg, den Klimawandel vor dem so genannten Tipping-Point noch aufzuhalten. Natürlich ist 10:10 nicht eine reine Verzichtskampagne, was ich am No Impact Project etwas bemängle, auch wenn es selbstverständlich ein sehr interessanter Versuch und ein aufschlussreiches Experiment ist.

Zum Schluss nochmals ein spannendes Video über Transition Towns, einer Kampagne, die Städte in England “grünen” will.

Foto von Zest-pk auf Flickr

Blogrückblick #1 – Woche 7

Wordle

Wordle

Ganz neu! oder so… Ab jetzt mache ich immer am Sonntag einen Blogrückblick auf die vergangene Woche. Dabei besonders im Fokus stehen die Blogs in meiner Linkliste (schau nach rechts!).

So sieht Titus von der Augenreiberei, dass die Schweiz, das Land der Geheimnisse ist.

André Marty blickt auf die Geneva Initiative zurück und Gonorrea stellt den oscarnominierten Film Die Bucht – The Cove über die brutale Delphinjagd vor.

Auf Nichts ist klar. werden Verteilungsfragen gestellt – rhetorisch und das Blog mit Substanz gibt uns sieben Gründe, wieso die Ausschaffungsinitiative angenommen werden wird.

Bild von DavidErickson auf flickr

Avatar

Letzte Woche war ich im Kino und habe mir Avatar in 3D angeschaut. Toller Film, wenn vielleicht nicht gerade der Film des Jahrzehnts, so doch sicher einer mit Kultpotential.

Faszinierend sind vor allem die Landschaften, Wälder und Pflanzen. Gerade am Anfang ist der Flug durch den Nebelwald sehr gut gemacht. Während dem Film vergass ich oft, dass die ganzen Pflanzen und Landschaften gar nicht real, sondern komplett animiert sind. In 3D fliegen die Äste und Blätter realistisch nahe am Auge vorbei – hier ist diese Technologie ein wirklicher Gewinn.

Die Musik von James Horner ist einerseits super anzuhören, mit vielen ethnischen Instrumenten gespickt und passt bestens zum Film. Andererseits ist sie, obwohl teilweise pompös orchestral, nicht störend und meistens eher im Hintergrund.

Die Einflüsse, die James Cameron in diesen Film eingearbeitet hat, sind vielfältig und oft ziemlich offensichtlich. So tauchen Elemente aus Star Wars (Kampfroboter und die ganzen Helikopter) auf.

Ziemlich augenfällig sind auch die Anspielungen auf die Zerstöung des tropischen Regenwalds, den Irakkrieg (“Wir können nur mit einem Präventivschlag gewinnen!”), Gier der Menschheit nach Unobtainium, die Eroberung Amerikas und Vertreibung der Indianer durch die europäischen Siedler. Die Firma, welche die Minen betreibt und dafür Söldner anstellt, ist zweifellos ein Seitenhieb auf Grosskonzerne, die Rohstoffe in Entwicklungsländern plündern und den Söldnerskandal im Irak mit Blackwater.

Beeindruckend sind vor allem auch die animierten Landschaften. Man fliegt oft durch Bäume, über fliegende Berge und durch die Regenwaldfauna in einem solchen Tempo, dass die schnellen Schnitte kaum auffallen. Oft wurde auch darauf verzichtet, denn die Vegetation macht die Bilder oft sehr unübersichtlich und in 3D noch viel eindrucksvoller.

Als kleiner Tipp: Schaut euch den Film im Originalton an, denn die deutschen Synchronstimmen sind irgendwie recht schräg (wenn man einmal die englischen Originale gehört hat).

Bewertung 5-5Bewertung 5-5Bewertung 5-5Bewertung 5-5Bewertung 5-5

Bella Gaïa

Blue Marble (via woodleywonderworks @flickr)

Blue Marble (via woodleywonderworks @flickr)

Bella Gaïa ist eine “poetische Sicht des Planeten Erde aus dem Weltraum”. Der Film ist eine Zusammenstellung verschiedenster Animationen und zeigt den ruhigen, aber nicht beunruhigenden, Blick auf die Erde.

Die Mulitmediapräsentation entstand in Zusammenarbeit mit der NASA, welche im Rahmen ihres 50-Jahr-Jubiläums an diesem simulierten Weltraumflug mitgemacht hat. So sind auch die atemberaubenden Bilder zustandegekommen.

Ganz ähnlich wie Yann Arthus-Bertrands Home zeigt der Film die ganze Grösse dieses Planeten und seine wahren Kostbarkeiten.

Die extrem aufwändigen Animationen zeigen die enormen Ausmasse der Waldzerstörung, des internationalen Flugverkehrs, der Meeresströmungen und noch vielem mehr… Mehr Videos gibt es vom Projekt Bella Gaïa (Schöne Erde) auch auf YouTube.

Bild von woodleywonderworks auf flickr