In der Serie des Parteiwebseitentests sind wir beim sechsten Teil angelangt: Heute geht es um die Webseite der SVP. Alle getesteten Parameter sind im ersten Artikel aufgeführt. Alle Artikel sind unter dem Tag parteiwebseiten zu finden.
Normalerweise hat die SVP einen klaren immer ungefähr gleich aussehenden Auftritt: Schweizerkreuz, Sonne und irgendwie noch etwas grün. Das man auf der Webseite das nun weggelassen hat, scheint doch seltsam.
Die Seite svp.ch lädt zwar in 4.5 Sekunden, was eines der besseren Resultate ist, aber auch hier werden Unmengen an Hintergrundbildern und Skripten geladen. YSlow vergibt die Note C und einen Performance-Score von 74, wohl vor allem wegen der gzip-Komprimierung. Trotzdem hat die Seite viele Codefehler – 27 um genau zu sein. Schlecht ist die doch recht grosse Anzahl an HTTP-Requests (60 genau) und das “Gewicht” der Seite von 739 KB. Da könnte recht einfach abgespeckt werden.
Die URLs sind zwar nicht Joomla-mässig mit Parametern verunstaltet, aber es sieht fast so schlimm aus: http://www.svp.ch/g3.cms/s_page/78180/s_name/vernehmlassungen/news_newsContractor_display_type/list/news_newsContractor_year/2010 Mit diesem Monster kommt man zu den Vernehmlassungen. Da hätte doch auch die Mehrheit rausgestrichen werden können, oder? Leider sehen aber sämtliche URLs so aus und das ganze ist doch enorm unpraktisch – einerseits zum Merken und von Hand eintippen, andererseits zum per Mail verschicken.
svp.ch sieht frisch und auf den ersten Blick recht übersichtlich aus. Doch wie schon gesagt überrascht, dass nicht der Auftritt auf Flyern und Plakaten beibehalten wurde, heutzutage eher eine Ausnahme. Das ganze Äussere der Seite erinnert irgendwie an Windows 7. Ein Foto des Parteipräsidenten, Zürich mit Goldküste im Hintergrund und einen etwas schwer lesbaren Banner. Die Navigation setzt sich zwar auch aus vier Teile zusammen, die sicherlich so gut gewählt sind. Allerdings erschlägt im Normalfall eine enorme Liste von Menüpunkten jeweils darunter die Besucher. Ganz rechts gibt es aber dafür einen Knopf, mit dem man die Liste verkleinern kann.
Das Menü ist so ziemlich ein Alptraum. Nicht einmal unbedingt wegen der dort herrschenden Vielfalt, sondern vor allem wegen der recht schmalen einzelnen Menüpunkte. Zeigt man mit der Maus auf einen, so zeigen sich noch mehr Menüpunkte, die aber nur mit ruhiger Hand zu erreichen sind. Komfort sieht auf jeden Fall anders aus. Dafür ist man oft mit nur einem Klick und Laden der Seite am Ziel. Aktuelle Nachrichten sind der prominenteste Teil auf der Frontseite und oft mit einem Video garniert, auch wenn hier die Einpassung ins Design nicht ganz funktioniert. Unter “Aktuell” finden sich im Menü dann so gut wie sämtliche Erzeugnisse der Partei in den diversen Kategorien. Positionen befinden sich alle unter dem so benannten Menüpunkt, allerdings gibt es unter den einzelnen Themen nicht viel mehr als Medienmitteilungen und nur selten ein paar Positionspapiere. Wer Lust auf PDF-Downloads hat, ist aber sicher sehr gut bedient. Den Newsletter kann jede und jeder gleich auf der Frontseite abonnieren, doch wieso braucht es die Angaben von Name, Adresse, Telefonnummer? Die Mailadresse würde doch längstens reichen…
Alles in allem nutzt die SVP das Web nicht ganz aus, besonders die Webseite hat noch Verbesserungspotential. Vereinfachen und graphisch übersichtlicher machen, sind sicher die ersten zwei Baustellen.





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